Brasilianer erfreuen sich an Wein, Wald und Edelsteinen

Brasilianer radeln von Rhein und Mosel in den Hunsrück

In Idar-Oberstein, vor einer wasserradbetriebenen Edelsteinschleiferei

 

Zwischen Cleberson André Fassbinder und dem Verein der Brasilienfreunde e.V. hat sich über die Jahre eine enge, stabile Zusammenarbeit entwickelt. Als aktiver Mittler zwischen beiden Kontinenten trägt er seit Jahren dazu bei, den kulturellen Austausch zwischen der Hunsrück-Region und den brasilianischen Partnerorten aufrechtzuerhalten und zu stärken.

Aus diesem Netzwerk heraus entstand schließlich die Idee, gemeinsam mit einer größeren Gruppe fahrradbegeisterter Freunde aus dem Umfeld der Partnerstadt Ingrejinha im Bundesstaat Rio Grande do Sul die Herkunftsregion der Vorfahren auf dem Fahrrad zu erkunden.

Dank seiner gut funktionierenden Kontakte war die komplette Reise bis ins Detail vorbereitet. Am Flughafen Frankfurt wurden sowohl die Fahrräder als auch ein Begleitfahrzeug übernommen, sodass die Tour unmittelbar starten konnte. Insgesamt waren rund 900 Kilometer eingeplant – eine durchaus anspruchsvolle Strecke, die trotz E-Bikes aufgrund der vielen Steigungen eine sportliche Herausforderung darstellte. In Bingen und den folgenden Teilstücken stießen vom Vereinsvorstand Doris Wittig und Cornelia Moewes sowie weitere Mitglieder vom Verein der Brasilienfreunde e.V. zur Gruppe hinzu; sie waren bereits in die Vorbereitungen eingebunden. Doris Wittig hat am Ende ebenfalls beachtliche ca. 500 Kilometer zurückgelegt.

Eine Etappe führte die Teilnehmer von Trier über den Erbeskopf bis nach Idar-Oberstein, wo der Tag endete. Den Abend ließ die Gruppe bei Spießbraten ausklingen, einer regionalen Spezialität, die auch in Brasilien eine Parallele hat. Dort ist „Churrasco“, die südamerikanische Form des Grillens am Spieß, fest im Alltag verankert und wird in vielen Familien mindestens einmal im Monat, teilweise sogar wöchentlich, zelebriert. Für große Verwunderung sorgte der Hinweis, dass diese Tradition ursprünglich durch in Brasilien tätige Idar-Obersteiner gemeinsam mit brasilianischen Roh-Edelsteinen nach Deutschland gelangt sein soll. Die Gäste erlebten es als überaus interessant wie sich brasilianische Kultur hierzulande weiterentwickelt hat.

Entlang von Rhein und Mosel zeigte sich die Reisegruppe besonders beeindruckt vom regionalen Wein, der auch bei einer vom Vereinsvorsitzenden Otto Mayer organisierten Weinprobe in Zell verkostet wurde.

Ebenso wurden die ausgeprägte Gastfreundschaft der Menschen vor Ort sowie das rücksichtsvolle Verhalten im Straßenverkehr ausdrücklich gelobt.

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